Klar beantwortet Wie sicher ist Fasten?

Fasten greift spürbar in den Stoffwechsel ein – da ist die Frage nach der Sicherheit naheliegend. Für gesunde Erwachsene ist Fasten gut verträglich; das belegen inzwischen auch Untersuchungen mit mehr als tausend Teilnehmenden.

Entscheidend ist, den Rahmen zu kennen: Wir schauen uns an, was die Forschung zeigt, was in den ersten Fastentagen normal ist – und wann Fasten besser nicht das Richtige für dich ist. So kannst du gut informiert entscheiden.

Die größte Studie zeigt: Gut verträglich!

In der bisher größten Untersuchung fasteten 1.422 Menschen über 4 bis 21 Tage. Das Ergebnis: Fasten war sicher und gut verträglich – Nebenwirkungen traten bei weniger als 1 % auf, über 90 % verspürten keinen Hunger, und ein Großteil der Teilnehmenden mit Vorbeschwerden berichtete von Verbesserungen.

Wichtig zur Einordnung: Diese Studie fand in einer spezialisierten Fastenklinik mit täglicher ärztlicher Kontrolle statt. Für gesunde Menschen ist das ein starkes Sicherheitssignal – es zeigt aber auch, warum ärztliche Begleitung dort sinnvoll ist, wo Erkrankungen oder Medikamente im Spiel sind.

Quelle: Wilhelmi de Toledo et al. – „Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period“, PLOS ONE 2019 (n=1.422). https://doi.org/10.1371/journal.pone.0209353

Eine Einordnung Was ist normal? Was nicht?

In der Umstellungsphase der ersten Tage können Fastenbeschwerden auftreten: Hungerwellen, Kopfschmerzen, ein Kältegefühl oder leichte Kreislaufschwankungen. Das ist normal und meist vorübergehend – der Körper schaltet gerade von Zucker- auf Fettverbrennung um.

Diese Fähigkeit ist von Natur aus in uns angelegt. Unser Stoffwechsel war immer schon darauf ausgelegt, zwischen Essen und Nahrungspausen zu wechseln. Nur nutzt er sie im Alltag mit ständig verfügbarem Essen kaum noch – deshalb läuft die Umstellung anfangs etwas holprig und wird mit jedem Tag geschmeidiger.

Die Fastenbeschwerden lassen sich aber gut abfedern: mit ausreichend Trinken, Elektrolyten, Bewegung und ohne Koffein-Entzug. Und indem wir auf das übliche Abführen zu Beginn verzichten – denn das stört Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt zusätzlich und verstärkt genau die Beschwerden, die dann fälschlich dem Fasten zugeschrieben werden.

Im Zweifel gilt immer: Fasten unterbrechen und ärztlichen Rat einholen. Lieber einmal mehr abklären.

So sorgen wir vor Wie wir auf gute Verträglichkeit achten

Für gesunde Erwachsene ist Fasten gut verträglich – und wir schaffen den Rahmen, damit es sich auch so anfühlt. Da wir keine Klinik sind und keine ärztliche Betreuung bieten, richtet sich unser Angebot an gesunde Menschen; für wen Fasten nicht geeignet ist, sagen wir dir genau. So sorgen wir vor:

  • kleine Gruppe mit 4 bis max. 8 Personen

  • durchgehende und persönliche Begleitung

  • sanftes Vorgehen ohne Darmentleerung („Glaubern“) und ohne Einläufe

  • gezielte Unterstützung des Darmmikrobioms statt Ausschwemmen

  • gute Vorbereitung schon vor der Anreise

  • die strenge Phase bewusst begrenzt (rund fünf Tage)

Bereit? Gut vorbereitet fasten